Hilfe bei Wasserschaden!

Wasserschaden – Alles was Sie wissen müssen

Die besten Tipps, damit Sie schnell die richtigen Schritte einleiten können.

Man sieht ihn lange nicht und dann … trifft es Sie unvorbereitet. Dann muss man SOFORT & SYSTEMATISCH vorgehen!

Was ist zu tun? Wer ist der richtige Ansprechpartner zum Finden des Wasserschadens? Wer trägt die Kosten?

Ein Wasserschaden kann schnell erkannt und behoben werden. Es kann aber auch eine langwierige Suche bzw. Schadensbehebung sein.

UND es kostet Nerven und ist eine emotionale Belastung!

Daher haben wir für Sie die besten Tipps zusammengestellt, damit Sie gleich die richtigen Schritte einleiten und erfahrene Fachleute finden können.

Was tun bei einem Wasserschaden?

1. Wasser abstellen!

  • Gleich das nächst gelegene Absperrventil zudrehen und einen Check bei der Wasseruhr machen.
  • Dreht sich die Wasseruhr weiter, dann auch den Hauptwasserhahn abstellen. Steht die Wasseruhr dann still fließt wenigstens kein Wasser mehr nach.

2. Strom abschalten!

  • Um Kurzschluss oder Kriechstrom zu vermeiden unbedingt auch im Sicherungskasten den Schalter umlegen.
  • Wasser sucht sich immer einen Weg und findet ihn vielleicht auch nahe dem Stromkabel. Später auch die Lichtschalter und Steckdosen überprüfen lassen, damit sich kein Rost ansetzt.

3. Wasser rasch beseitigen!

  • Das ausgelaufene Wasser so schnell wie möglich aufwischen mit Eimer und Lappen.
  • Wenn es große Mengen Wasser sind, kann ein Nasssauger oder eine Pumpe helfen.
    Ist die Wassermenge sehr groß, kann auch die Feuerwehr helfen. Doch Vorsicht: es können Kosten entstehen.

4. Retten was zu retten ist und gut lüften!

  • Sofa, Stoffe, elektrische Geräte, Teppiche ausräumen, Teppichfließen entfernen, ….
  • Kommt das Wasser aus der Decke die Möbel abdecken oder ebenfalls den Raum leerräumen, wenn das möglich ist.
    Fenster und Türen öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Die Gefahr von Schimmelbildung ist leider sehr groß.

5. Fotos machen und den Schaden dokumentieren!

  • Fotografieren Sie möglichst detailliert: alle betroffenen Möbel, die Wände, die Decke, … alles, was vom Wasser und von den Aufräumarbeiten betroffen ist.
  • Nichts wegwerfen, damit die Versicherung den Wert der beschädigten Dinge beurteilen kann.

6. Versicherung, Gutachter, Handwerker informieren!

  • Wenn Sie Eigentümer sind, dann informieren Sie Ihre Versicherung. Sind Sie Mieter, dann melden Sie den Schaden zügig Ihrem Vermieter oder der Hausverwaltung.
  • Führen Sie keine Reparaturen bzw. Veränderungen aus!
    Zuerst muss die Versicherung sich ein umfassendes Bild machen und schickt Ihnen einen Gutachter.

Welche Handwerker rufe ich an?

Mit Ihrem Gutachter bzw. Versicherer besprechen Sie das Vorgehen für Trocknungsgeräte bzw. die Folgeschritte.

Es sind Trocknungsfirma, Heizungsinstallateur, Elektriker, Fliesenleger, Malerunternehmen Anstreicher für mögliche Putzarbeiten zu kontaktieren.

Der Maler bzw. Anstreicher:

Schimmel bildet sich rascher als man glaubt. Ist die Feuchtigkeit schon länger in der Wand ist es sinnvoll den Putz ab zu klopfen und die Wand neu zu verputzen. Bei leichteren Schäden kann mit speziellen Produkten eine Schimmelbildung verhindert werden.

Profi-TIPP: Hier kann die Wahl von Naturkalkputz entscheidende Vorteile bringen. Ein Kalkputz ist in der Lage Feuchtigkeit auf natürliche Weise auszugleichen und dabei die Raumluftqualität zu verbessern. Lesen Sie hier mehr zum Thema „Atmende Wände“.

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Nasse Wände & Schimmelbildung

Sie haben einen Wasserschaden und benötigen einen Maler?

Dann nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf!

Der Fliesenleger:

Wenn die Ursache des Schadens im Boden vermutet wird, muss auch der Bodenbelag teilweise runter. Je besser das gemacht wird, desto weniger Reparatur bzw. Arbeit muss getätigt werden. Mit dem Fliesenleger kann auch geklärt werden ob es Ersatzfließen gibt oder Sie haben selbst noch einige auf Lager.

Profi-TIPP: Fliesenleger können einzelne Fliesen zerstörungsfrei mit Wärme vom Untergrund lösen. Man nennt diese Methode „thermische Fliesenentfernung“. Und falls Sie Fliesen-Nachschub brauchen: „Die Firma Fliesenhandel Schittek GmbH ist darauf spezialisiert bei einem Fliesenschaden die passenden Reparaturfliesen oder Ersatzfliesen für eine Ausbesserung zu liefern.“ Quelle: https://www.fliesenhandel-schittek.de/ueber-uns/

Wenn Sie noch ein paar Reparaturfliesen auf dem Dachboden lagern oder Sie Ihre Fliesen in einem spezialisierten Fachhandel ergattern können, sparen Sie sich eine Menge Nerven und Kosten!

Woran erkenne ich einen Wasserschaden?

  • Sie können es an dunklen Verfärbungen bzw. Wasserflecken an Wänden, Decke oder in den Ecken erkennen.
  • Vielleicht riecht es muffig in einem Zimmer oder Sie müssen häufiger niesen. Das ist ein Indiz für Schimmelsporen und zu feuchte Raumluft.
  • Oder Sie hören ein ständiges Fließgeräusch. Schalten Sie dann alle Verbraucher aus und überprüfen Sie die Wasseruhr. Dreht sie sich minimal weiter, obwohl kein Verbraucher an ist, dann ist das oft ein Zeichen.
  • Steht ein unangenehmer Geruch in der Luft, der aus dem Abfluss aufsteigt, kann ein Abwasserrohr beschädigt sein.
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Wie finde ich die Ursache meines Wasserschadens?

Wenn Wasser an Wänden oder auf dem Boden sichtbar wird, dann kann es eine echte Detektivarbeit sein, die Ursache zu finden:

  1. Wasserschaden in der Küche:
    Wenn das Wasser aus der Küche kommt, schauen Sie nach eventuell defekten Geräten. Es kann eine Leckage im Kühlschrank, der Spülmaschine oder der defekte Boiler sein.
  2. Wasserschaden durch die Heizungsrohre:
    Heizungsrohre verlaufen in Wänden oder am Boden bei einer Fußbodenheizung. Der Wasserschaden kann durch Rost, Frost, Materialfehler oder aktuelle Bauarbeiten entstehen. Ebenso verschleißen die Schweißnähte der Kupferrohe mit den Jahren. Kleinste Haarrisse können schon große Schäden verursachen. Also immer auch an der Heizung selbst schauen.
  3. Wasserschaden von außen:
    Von außen kommend kann es Wasser sein, das z.B. über Balkone, verstopfte Dachrinnen, Drainage oder beschädigte Isolierung, … in die Bausubstanz dringt.

Zwar ist der Schaden jetzt sichtbar, aber die Ursache befindet sich irgendwo im Unsichtbaren. Das Finden der Ursache eines Wasserschadens kann ein echter Krimi sein. Wer ist der richtige Ansprechpartner zum Finden des Wasserschadens:

der Heizungsinstallateur oder der Trocknungstechniker?

Reparatur: Wen kontaktieren?

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Nach all den Jahren weiß niemand mehr genau, wie bzw. wo die Rohre verlaufen. Da kann man mit Hammer und Meißel ran oder mit guter Technik und viel Erfahrung.

Der Heizungsinstallateur:

Er ist der richtige Fachmann, um schlussendlich den gefundenen Schaden sachkundig zu beheben.

Jedoch für die Ortung des Schadens ist empfehlenswerter …

Der Trocknungstechniker:

Sie haben spezielles Wissen und die technischen Geräte für eine zerstörungsfreie Ortung der Leckage.

Hier erhalten Sie auch die erforderlichen Trocknungsgeräte. 

Reparatur: Wie trockne ich einen Wasserschaden?

Worauf soll ich bei der Trocknung achten?

Ein Wasserschaden soll zügig abtrocknen, damit sich kein Schimmel bilden kann und damit keine Gesundheitsprobleme entstehen können. Hierauf können Sie achten:

  1. Die Raumtemperatur: Je wärmer die Raumluft, desto aufnahmefähiger ist sie für Feuchtigkeit. Daher ist eine Trocknung am erfolgreichsten bei einer Zimmertemperatur zwischen 15°C und 25 °C.
  2. Eine optimale Dimensionierung des Trocknungsgerätes: Ein zu schwaches Trocknungsgerät verlängert die Trocknungszeit, ein zu starkes Gerät ebenfalls. Das Tiefenwasser soll an der Oberfläche der Wand abtrocknen. Zieht das Gerät die Feuchte zu stark aus der Wand, trocknet die obere Wandschicht zu schnell ab und dies natürliche Kapillarwirkung ist unterbrochen. Das verzögert eine ordentliche Trocknung.
  3. Die beste Positionierung eines Trocknungsgerätes, im besten Fall ein Adsorptions- oder Kondenstrockner, ist die Mitte eines Raumes. Gekippte Fenster und ständiges lüften fördert die Trocknung übrigens NICHT!

Sprechen Sie eine professionelle Trocknungsfirma in Ihrer Nähe an. Sie empfiehlt Ihnen aufgrund von Feuchtemessungen das optimale Trocknungsgerät.

Welche Technik zur Leckortung ist sinnvoll?

Durch den Einsatz moderner Technik ist es möglich, die Schadensstelle punktgenau und zerstörungsfrei zu lokalisieren. Zerstörungsfreie Verfahren sind:

  1. Thermographie: Nur geeignet für Warmwasserrohre.
  2. Mikrowellen-Feuchtemessung: Mit dieser Methode lassen sich bereits kleine Wassermengen zuverlässig orten.
  3. Leckortung mit Prüfgas: Diese Technik ist sehr effektiv und hat sich vor allem im Außeneinsatz bewährt.
  4. Optische Leckortung mit Rohrkamera oder Endoskopie: Mit der Videoendoskopie können gut erreichbare Hohlräume, hinter Badewanne oder Vorwandinstallationen gut untersucht werden. Größere Schäden sind so gut zu erkennen. Jedoch können kleine feine Haarrisse leicht übersehen werden.
  5. Horchmethode elektro-akustische Leckortung: Mit dieser Technik lassen sich Wassergeräusche hörbar machen. Ein Leck lässt sich relativ punktgenau orten und eingrenzen.

Wie lange dauert die Trocknung eines Wasserschadens?

Die Trocknungszeit ist abhängig vom Ausmaß des Schadens. Ist der Schaden im Mauerwerk, so kann man in den meisten Fällen von einer durchschnittlichen Trocknungszeit zwischen drei und vier Wochen ausgehen.

Es gibt verschiedene Trocknungsbereiche:

Es ist immer wichtig den Aufbau der betroffenen Wand oder des Bodens zu kennen. Ist es eine Innen- oder Außenwand? Ihre Trocknungsfirma braucht diese Informationen für die richtige Trocknungsmethode.

  • Raumtrocknung: Wenn keine Hohlwände oder Dämmungen betroffen sind.
  • Wandtrocknung: Gemauerte Wände lassen sich einfach trocknen. In Wänden mit Hohlräumen kann sich Wasser ansammeln, daher müssen diese Wände oft geöffnet werden, um das Material zu prüfen.
  • Deckentrocknung: Eine Betondecke lässt dich leichter trocknen als eine Decke mit Hohlräumen.
  • Fußbodentrocknung: Ist der Estrich mit dem Untergrund verbunden oder gibt es eine Dämmschicht oder eine Fußbodenheizung und damit Hohlräume?

Kosten: Wer zahlt den Schaden?

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  • Die Haftpflichtversicherung: Innerhalb der vier Wände übernimmt die Haftpflichtversicherung die Schäden am Inventar. Zum Beispiel: Schäden aufgrund undichter Großgeräte, wie Wasch- oder Spülmaschinen, auch Klimaanlage, sowie Aufräumarbeiten, Lager- oder Hotelkosten.
  • Die Gebäudeversicherung: Die Gebäudeversicherung des Eigentümers deckt alle Schäden ab, die am Gebäude entstehen, beispielsweise neue Bodendämmungen oder die Sanitär- und Heizungsanlagen.
  • Die Elementarversicherung: Sind Schäden durch Hochwasser oder Starkregen entstanden, deckt dies eine Elementarversicherung ab. Diese Versicherungsleistung ist nicht in der Gebäudeversicherung enthalten und muss gesondert abgeschlossen sein.

Wer zahlt den Schaden beim Nachbarn?

Grundsätzlich gilt: Wer den Schaden verursacht hat, der zahlt auch. Für die Schäden, die bei anderen entstehen, greift die Privathaftpflichtversicherung. Für dein eigenes Mobiliar ist die eigene Hausratversicherung zuständig. Dabei wird der Zeitwert einer Sache ersetzt.

Wer haftet: Mieter oder Vermieter?

Wenn ein Rohrbruch Auswirkungen auf die gemietete Wohnung hat, dann steht der Hauseigentümer für die Regulierung des Schadens ein. Normalerweise wirkt hier die Gebäudeversicherung des Vermieters.

Wenn das „Wasser von der Decke tropft“ muss ggfs. die Haftpflichtversicherung des Nachbarn zahlen. Für den eigenen Hausrat deckt die Hausratversicherung den entstandenen Schaden am betroffenen Inventar. Es immer hilfreich sich der eigenen Versicherung in Verbindung zu setzen.

Es gibt Sonderleistungen der Versichungen.

Bei Wasserschaden in der Küche:

Wenn die Küche betroffen ist und Sie über einen langen Trocknungszeitraum nicht kochen können, dann zahlt die Versicherung ggfs. die Restaurantkosten.

Bei Wasserschaden im Bad, im Kinder- oder Schlafzimmer:

Wenn durch den Wasserschaden Schlafräume nicht nutzbar sind, dann wird der Gutachter im Einzelfall entscheiden, ob die Belastung zumutbar ist bzw. ob eine Unterbringung in einem Hotel für den Zeitraum der Schadensbehebung angebracht ist.  

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